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Fortsetzung Stadtverband/Fraktion Bürgerempfang 2017

 
Gruppenbild Neujahrsempfang 2017
v.l.n.r. Prof. Schuster, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Dr. Michael Preusch, Benjamin Maierhöfer, Alexander Throm, Jochen Oppolzer

 .... dass Handwerk derzeit auf schwierige Zeiten zusteuert. Er würde gerne Auszubildende einstellen, so er auf dem Markt überhaupt noch welche finden würde. Fast jeder könne heute Abitur machen und möchte danach studieren. BWL-Studenten arbeiten derzeit zu Einstiegsgehältern, die er angelernten Kräften zahle. Besorgt ist Maierhöfer zudem über die Ungleichbehandlung von mittleren Unternehmen gegenüber der Großindustrie z.B. bei der EEG-Umlage. Ein Grußwort sprach der erst jüngst nominierte CDU-Bundestagskandidat Alexander Throm.. Stadtratsthemen wie das „Rössle-Areal“, den neu renovierten Eppinger Bahnhof – in dem man schon bald wieder Fahrkarten kaufen kann und die „Kleine Gartenschau 2021“ – die eine große Chance für Eppingen sei, schnitt der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Scherer an. Er bedankte sich außerdem bei Margarete Lang für die gute Zusammenarbeit, die 22 Jahre im Gremium und 12 Jahre Sprecherin der CDU Fraktion war und zum Ende des Jahres aus persönlichen Gründen aus dem Gremium ausschied. Dr. Michael Preusch und Jochen Oppolzer überreichten ihr als Anerkennung für ihre vielfältigen Aufgaben eine Orchidee und wünschten ihr für die Zukunft alles Gute. Klaus Scherer bedauerte abschließend ebenfalls den Nachwuchsmangel des Mittelstandes, den er in seinem eigenen Betrieb ebenso miterlebt.

Zum Thema „Bildung 4.0“ sprach Gastredner Professor Dr. Wolfgang Schuster und betonte, dass wir „die erste Halbzeit bereits verloren haben“. Kinder müssen sich gut entwickeln können und schon ab der KITA auf die Schule vorbereitet werden. Was brauche ich, dass ich im 21. Jahrhundert zurechtkomme? Wie kann man Bildung und Beschäftigung zusammenbringen? Wie geht’s weiter im Bildungssektor? Wie sehen die Arbeitsplätze in der Zukunft aus? Der Vorsitzende des Vorstands der Deutschen Telekom Stuttgart und ehemalige Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart stellte zehn Leitsätze vor, mit denen man aus seiner Sicht der Digitalisierung begegnen müsse. „Katastrophal“ sei die hohe Arbeitslosigkeit von ca. 60 % junger Menschen in Südeuropa. Aber auch in Deutschland werden  „dramatische Veränderungen“ insbesondere im Bereich der Banken und Versicherungen mit Arbeitsplatzverlusten befürchtet. Etwa „jedes fünfte Unternehmen bangt um seine Existenz“ zitierte Schuster Studien. Die Unternehmen Amazon, Apple, Facebook und  Google besitzen Daten und sind damit klar im Vorteil und gewinnen dadurch alles. Da sei eine total neue radikale Art des Darwinismus, betonte Schuster und die Politik müsse dringend in der „zweiten Halbzeit“ insbesondere für Datensouveränität sorgen. Schulen müssen sich den Anforderungen der zukünftigen Arbeitswelt stellen, sagte Schuster. Überrascht dagegen waren die Besucher darüber, dass die „EDV-Kenntnisse der Jugendlichen dürftig“ seien. Zwar benutzen alle ein Smartphone, „aber nur diejenigen, die von den Eltern angehalten werden, würden das Internet sinnvoll nutzen. Die anderen, die nicht im Elternhaus dazu angehalten werden, daddeln eben nur und verblöden“ kritisierte Schuster. Digitale Medien sind zukünftig ein Teil der  Unterrichtsform und ermöglichen individuelles Lernen. Alle Fakten dieser Welt befinden sich im Smartphone und wir sollten damit kreativ umgehen. Die Welt verändert sich, aber die Grundwerte bleiben. Die Zukunft ist immer weniger vorhersehbar und solides Regieren ist angesagt, sagte Schuster abschließend.

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch widmete sich in ihrem Grußwort zunächst der „inneren Sicherheit“ und man müsse die Menschen dazu bringen, in die Volksparteien Vertrauen zu haben. Es gelte, die Demokratie zu verteidigen und Europa müsse zusammengehalten werden. Mit dem Gedicht von Eduard Mörike “In ihm sei’s begonnen …“ beendete Gurr-Hirsch ihr Grußwort und bedankte sich nochmals beim Musikverein Rohrbach für den „Friedlinde Marsch“.

In seinem Schlusswort bedankte sich der Stadtverbandsvorsitzende Dr. Michael Preusch insbesondere bei der CDU Frauen Union Eppingen und der Jungen Union Eppingen und allen Helfern aus den Reihen der Eppinger CDU, die wieder zum guten Gelingen des Bürgerempfangs beigetragen hatten. Mit der Nationalhymne fand dieser Bürgerempfang erneut ein würdiges Ende.



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